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16.03.2009 - Aufstellungsversammlung Bürgermeisterkandidat

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Persönliche Kür des Kandidaten

Schwelm. (ger) Wenn es in der Politik menschelt, ja persönlich wird, überrascht das oft. Insofern war die Kandidatenkür der Schwelmer CDU eine besondere Veranstaltung. Amtsinhaber Dr. Jürgen Steinrücke wurde nämlich nicht nur (bei einer Gegenstimme) erneut als Bürgermeisteranwärter ausgerufen, sondern auch von seiner anderen Seite porträtiert.

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Nachdem die Mitgliederversammlung in der Sparkasse mit 27 Ja-Stimmen für eine erneute Kandidatur des Bürgermeisters votiert hatte, stellte Moderator Philipp Militz einigen der 50 Gäste die Frage: "Kennen Sie Jürgen Steinrücke?" So erinnerte Martin Heringhaus als Vorsitzender der Kolpingfamilie an dessen Auftritte als Hoppeditz und Karnevalsprinz: "Jürgen Steinrücke trinkt Bier und kann Witze machen." Mountainbiker Eric Lorenz erzählte vom schwierigen Weg zur Radstrecke am Oberloh mit Steinrücke als "starkem Partner, der auch selbst mit anpackt".

Nicht fehlen durften dessen Verdienste rund um die Städtepartnerschaft Schwelm-Fourqueux, die Karin Ebbinghaus angesichts der Vorteile auch für Kontakte unter Jugendlichen lobte. Und Unternehmer Stephan Rohleder (Innotec bzw. seit dem Siemens-Einstieg Comos Industry Solutions) betonte mit Blick auf die gute Lage und Infrastruktur den Charme des Standorts Schwelm. "Steinrücke ist in den letzten Jahren der Spagat zwischen Bürger, Handel und Industrie gut gelungen. Leider ist vielen Bürgern das nicht so bewusst."

 

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Noch persönlicher wurde es durch Gattin Dr. Monika Steinrücke, die Fotos aus dem privaten Familienalbum zur Verfügung stellte. Ob als Wahlkämper auf dem Fahrrad, als Kinder-Unterhalter mit Kasperle-Figur oder als Bräutigam im letzten Jahr: Die CDU-Mitgliederlernten den leidenschaftlichen Sänger und Fechter Steinrücke von seiner anderen Seite kennen.

Als Übergang zum politischen Teil diente ein Foto Steinrückes mit CDU-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, ehe der amtierende Bürgermeister in seiner Rede auf hiesige Themen zurückblickte. Positiv bewertete er die Bemühungen für Familien und Kinder, den bald fürs Erste abgeschlossenen Stadtentwicklungsprozess und die Qualität als Wohnstandort: "2025 wird Schwelm wohl 4,8 Prozent weniger Einwohner haben, aber im Ennepe-Ruhr-Vergleich verlieren wir nicht so viel wie andere Städte."

Gut verlaufe auch die Entwicklung der Gewerbesteuer ("nicht allein mein Verdienst") und die Investition in Spielplätze für mehr Lebensqualität. Man habe am hiesigen Wirtschaftsstandort das Klima für Unternehmen verbessert, das mühselig erreichte Einzelhandelskonzept bringe Planungssicherheit. Die Sanierung der Realschule und die Umsetzung Offener Ganztagsschulen seien für die Stadt finanzielle Kraftanstrengungen gewesen. Die Haushaltskonsolidierung sei weiterhin schwierig, wobei etwa im Jahr 2006 die Ausgaben um eine Million Euro gesenkt wurden.

Während er weiter auf Fortschritte bei der Gewerbeerschließung am Bahnhof Loh und an der Haßlinghauser Straße setzt, übte Dr. Jürgen Steinrücke auch Selbstkritik.
Probleme in Verwaltung "Zwischen 2004 und 2008 gab es Probleme und Fehler in der Verwaltung. Die haben wir aber aufgeklärt und gelöst, wenn auch vielleicht nicht zur Zufriedenheit aller." Strukturelle Defizite seien beseitigt bzw. erkannt worden, alle seien nun wachsamer. "Wir haben daraus gelernt, wenngleich ich natürlich nicht versprechen kann, dass es künftig da keine Fehler mehr gibt."

Den politischen Gegnern, zuvorderst SPD-Bürgermeisterkandidat Jochen Stobbe, warf Steinrücke vor, dass sie sich inhaltlich unverbindlich geben. Deren Beschimpfungen, etwa als "Unternehmermeister" oder "Katastrophe für Schwelm", empfinde er als Auszeichnung. Und die Positivliste der "zutiefst unehrlichen SPD ist eine der größten kommunalpolitischen Luftnummern der letzten Jahre".

In Sachen Schwelmebad und Bürgerbegehren warf er Stobbe und dem ehemaligen SPD-Ortsvorsitzenden Peter Dresia "bedenkliche Aussagen, die die Grundlagen demokratischer Kommunalpolitik berühren," vor, da sie Mehrheitsentschiedungen des Stadtrates in Frage stellten. Steinrücke befürwortet, dass die CDU das Freibad weiter als Bürgerbad unterstützt.
Er wolle das geschichtliche Bewusstsein Schwelms "als Ausdruck unserer Identität und Fundament für Integrationsaufgaben" schärfen und versprach, weiter sein Bestes zu geben. "Wir ziehen mutig und entschlossen für Jung und Alt in den Wahlkampf, auch wenn wir den Riemen hier und da enger ziehen müssen."

 

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